Trauer um Fritz Vohwinkel

Wir trauern um den Förderer des Hauses
Sankt Martin am Autoberg
und der Hattersheimer Hofheimer Tafel.

Er ist und bleibt uns Vorbild und Ansporn.

 

Danke Herr Vohwinkel!

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Höchster Kreisblatt vom 10. April


 

Bereits am 1. April ist der Stadtälteste Friedrich Vohwinkel im Alter von 86 Jahren verstorben, wie die Stadt erst gestern mitgeteilt hat. Vohwinkel war einer, der immer das Herz auf dem rechten Fleck hatte. Viele kennen ihn noch als gute Seele des Kaufhauses Buch, wo der Marxheimer – ein gelernter Lebensmittelkaufmann – als Rentner unter anderem den Parkplatzdienst versah.

Der gebürtige Hofheimer, den die Liebe zu seiner Frau Marianne nach Marxheim brachte, verdiente seine Brötchen mehr als drei Jahrzehnte in der Hattersheimer „Sarotti“. Daneben war der überzeugte Sozialdemokrat, der für viele nur „der Fritz“ war, über Jahrzehnte in unterschiedlichen Ehrenämtern tätig und in rund einem Dutzend Vereinen Mitglied. In der Sängervereinigung etwa gehörte er mehr als 20 Jahre dem Vorstand an, bei der Arbeiterwohlfahrt im Kreis war er Schriftführer. 33 Jahre kommunalpolitische Tätigkeit hatte Vohwinkel vorzuweisen, Stadtverordneter war er von 1965 bis 1977, viele Jahre zudem im Ortsbeirat und zuletzt (bis 2014) im Behindertenbeirat. Mit Rat und Tat stand Vohwinkel denen zur Seite, die wegen ihrer Anträge an das Versorgungsamt bei ihm klopften. Mehr als ein halbes Jahrhundert hielt er der SPD die Treue, nachdem er als junger Mensch zunächst hatte lange nichts von der Politik wissen wollen. Nur, dass er sozial tätig sein wollte, wusste Fritz Vohwinkel schon als Bub. Während der langen Krankheit seines Vaters hatte er sich vorgenommen, stets im Leben auch für andere da sein zu wollen.

Vohwinkel und seine Frau gehörten denn auch zu denen, die den Hofheimer Ableger der Hattersheimer Tafel des Caritasverbands mit aus der Taufe hoben. Auch in der Teestube für Obdachlose, die von der Ordensschwester Theresia Barth zunächst in St. Peter und Paul ins Leben gerufen wurde und dann in einem Container an der Rudolf-Mohr-Straße untergebracht war, bevor sie im Hattersheimer Haus am Autoberg Teil der Facheinrichtung wurde, waren Vohwinkel mit seiner Frau gemeinsam aktiv. Für den gläubigen Katholiken war solch tätige Nächstenliebe wichtig, als begeisterter Sänger gehörte er aber auch dem Kirchenchor von St. Georg (heute St. Georg und Bonifatius) an.

Für sein ehrenamtliches Wirken hat Fritz Vohwinkel einiges an Auszeichnungen erhalten. Der Titel „Stadtältester“ gehört dazu, auch der Ehrenbrief des Landes Hessen. 2006 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.

Fritz Vohwinkel hinterlässt seine Frau Marianne, mit der er mehr als 65 Jahre verheiratet war, und drei Kinder. Auch Enkel und Urenkel trauern um den engagierten Marxheimer, der am kommenden Mittwoch, 15. April, um 14 Uhr auf dem Marxheimer Friedhof zur letzten Ruhe geleitet wird.

(babs)

 

Quelle: Höchster Kreisblatt vom 10. April